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LPZ-Erhebung: Pflegeproblemen - Stürze

Stürze

Etwa 30% der selbstständig wohnenden Senioren ab 65 Jahre sowie die Hälfte aller Bewohner in Pflegeeinrichtungen und Pflegeheimen erleiden mindestens einmal im Jahr einen Sturz (CBO, 2004). Die Zahl der Sturzereignisse bei Senioren ab 65 Jahre beläuft sich in den Niederlanden auf über 1 Million pro Jahr. Nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation sind Verletzungen infolge eines Sturzes die drittgrößte Ursache für Gesundheitsprobleme im Alter. Stürze sind in der Gruppe der Senioren ab 65 Jahren die häufigste Unfalltodesursache (Murray & Lpoez, 1996). Etwa 10% der Sturzereignisse bei Senioren führen zu schweren Verletzungen mit unter anderem Hüftfrakturen (1-2%), sonstigen Frakturen (3-5%) sowie Verletzungen an den Weichteilen und Schädeltrauma (5%). In den Niederlanden erleiden etwa 15.000 Senioren eine Hüftfraktur infolge eines Sturzes (CBO, 2002). Davon sterben 25% innerhalb eines Jahres nach der Hüftfraktur, weitere 25% sind von einer dauerhaften Behinderung betroffen.

Betrachtet man die Zahl der Sturzereignisse in Pflegeheimen und Pflegeeinrichtungen in den Niederlanden, ergibt sich daraus, dass jedes Jahr 3.300 bzw. 1.200 Senioren ab 55 Jahre infolge einer Verletzung in der Notaufnahme eines Krankenhauses behandelt werden müssen. In somatischen Einrichtungen ist die Zahl der Sturzereignisse pro Bett am geringsten, während sie in psychogeriatrischen Pflegeheimen am höchsten ist. Der Anteil an Hüftfrakturen ist im Vergleich zur Gruppe der Senioren ab 55 Jahren allgemein betrachtet besonders hoch (35% im Vergleich zu 8%).

Die Zahlen über Sturzereignisse in Krankenhäusern hängen stark von der Station ab, in der die Erhebung durchgeführt wurde. Im Allgemeinen werden auf chirurgischen Stationen weniger Sturzereignisse gemeldet als auf den übrigen Stationen (Halfon et al., 2001). Etwa 2-15% der eingewiesenen Patienten/Bewohner erlebt während der Krankenhausaufnahme mindestens einen Sturz, wenngleich die Verteilung der veröffentlichten Zahlen über Sturzereignisse stark variiert (0,3-19 pro 1.000 Patiententage) (Huda & Wise, 1998; Morgan et al., 1985).

In Deutschland gibt es noch keine zuverlässigen epidemiologischen Daten zu Stürzen, obwohl zunehmend Stürze in Gesundheitseinrichtungen erfasst werden (DNQP 2006).

Referenties

  • Kellogg International Work Group on the prevention of falls by the elderly. The prevention of falls in later life. Dan Med Bull 1987; 34: 1-24.
  • CBO; Preventie van valincidenten bij ouderen. Alphen aan den Rijn: Van Zuiden Communications BV, 2004.
  • Murray CJL, Lopez AD. Global and regional descriptive epidemiology of disability: incidence, prevalence, health expectancies and years lived with disability. In: Murray CJL, Lopez AD, eds. The global burden of disease. Boston: Harvard University Press, 1996: 201-46.
  • CBO; Osteoporose. Tweede herziene richtlijn. Van Zuiden Communications BV; 2002.
  • BGH Bundesgerichtshof: Urteil vom 28.4.2005, AZ III ZR 399/04
  • BGH Bundesgerichtshof: Urteil vom 14.7.2005, AZ III ZR 391/04
  • Dijcks BPJ, Neyens JCL, Schols JMGA, van Haastregt JCM, Crebolder HFJM, de Witte LP. Dijcks BPJ, Neyens JCL, Schols JMGA et al.
  • Valincidenten in verpleeghuizen: gemiddeld bijna 2 per bed per jaar met bij 1,3% een fractuur als gevolg. Ned Tijdschr Geneeskd 2005; 149: 1043-7.
  • DNQP (Ed.). (2006). Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege. Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege. Osnabrück: Fachhochschule Osnabrück.
  • Halfon P, Eggli Y, Van Melle G, Vagnair A. Risk of falls for hospitalized patients: a predictive model based on routenily available data. J Clin Epidemiol 2001; 54: 1258-66.
  • Huda A, Wise LC. Evolution of compliance within a fall prevention program. J nurse Care Qual 1998; 12: 55-63.
  • Morgan VR, Mathison JH, Rice JC, Clemmer DI. Hospital falls a persistent problem. Am J Public Health 1985; 75:775-777. 

     

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